Amsterdam Proposes Tourism Tax Hike to 20%

Amsterdam Proposes Tourism Tax Hike to 20% — What It Really Means for Your 2026 Trip

Amsterdam ist bereits Europas teuerste Stadt, wenn es um Hotelsteuern geht — und es wird noch teurer.

Im Mai 2026 bestätigten Stadtvertreter Pläne, die Touristensteuer auf Übernachtungen auf pauschal 20% Ihres Hotelzimmerpreises anzuheben — statt der bisherigen 12,5% plus 3 € pro Person und Nacht. Sollte der Beschluss später in diesem Sommer verabschiedet werden, wäre Amsterdam die am höchsten besteuerte Stadt Europas für Besucher.

Wenn Sie einen Sommerurlaub an den Grachten planen, erfahren Sie hier genau, wie viel mehr Sie zahlen werden, wen es am stärksten trifft und wie Sie die Erhöhung clever umgehen — ohne auf Stroopwafels zu verzichten.

Wichtige Erkenntnisse

  • Amsterdam plant, die Hotelsteuer Ende 2026 auf pauschal 20% des Zimmerpreises zu erhöhen.
  • Ein Hotel für 250 € pro Nacht steigt von ca. 40 € Steuer auf 50 € pro Nacht laut Vorschlag.
  • Kurzzeitvermietungen (Airbnb) und Hotels sind gleichermaßen betroffen.
  • Ein Aufenthalt in nahegelegenen Städten wie Haarlem (15 Min. mit dem Zug, 5,80 €) kann die Unterkunftskosten um 25–40% senken.

Wie viel mehr zahlen Sie tatsächlich?

Schauen wir uns das mit realen Zahlen an.

Nach dem aktuellen System 2026 zahlen Hotelgäste:
– 12,5% des Zimmerpreises
– + 3 € pro Person und Nacht

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Nach dem vorgeschlagenen System:
– Pauschal 20% des Zimmerpreises
– Keine zusätzliche Gebühr pro Person

Das bedeutet in der Praxis:

Zimmerpreis (pro Nacht) Aktuelle Steuer (2026) Vorgeschlagene 20%-Steuer Differenz
150 € 18,75 € + 6 € = 24,75 € 30 € + 5,25 €
250 € 31,25 € + 6 € = 37,25 € 50 € + 12,75 €
400 € 50 € + 6 € = 56 € 80 € + 24 €

(Annahme: 2 Gäste pro Zimmer.)

Wenn Sie ein Boutique-Hotel an der Gracht für 400 € pro Nacht buchen — im Juli und August keine Seltenheit — zahlen Sie fast 80 € pro Nacht allein an Steuern. Bei einem Aufenthalt von 3 Nächten sind das 240 € nur an City Tax.

Zum Vergleich: In Paris liegt die Steuer für Luxushotels bei etwa 15 € pro Person und Nacht, in Rom bei 7 €. Amsterdam spielt in einer eigenen Liga.

Warum Amsterdam die Steuer erhöht

Das kommt nicht von ungefähr.

Amsterdam begrüßte im Jahr 2025 über 22 Millionen Besucher — fast das Zwölffache der eigenen Bevölkerung von 1,9 Millionen. Sommerwochenenden im Red Light District fühlen sich an wie ein Musikfestival ohne Musik.

Die Stadtverwaltung sagt, die Steuererhöhung solle:

  • Overtourism im Stadtzentrum reduzieren
  • Infrastruktur und Reinigungsdienste finanzieren
  • Besucher zu längeren, hochwertigeren Aufenthalten bewegen

Das ähnelt den neuen Eintrittsgebühren für Tagesgäste in Venice (5–10 € je nach Nachfrage), doch Amsterdam richtet sich gezielt an Übernachtungsgäste.

Meinung: Das wird den Tourismus nicht verringern. Es wird Amsterdam nur noch stärker zu einem Premium-Reiseziel machen — wie Copenhagen oder Zurich.

Wen trifft es am stärksten? Budget- vs. Luxusreisende

Die Erhöhung wirkt sich unterschiedlich auf verschiedene Reisende aus.

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Budgetreisende

Wenn Sie im ClinkNOORD Hostel übernachten (Schlafsäle ab 35–50 € im Sommer), ist der Effekt gering. Ein Bett für 40 € bedeutet 8 € Steuer im neuen System.

Doch Mittelklasse-Reisende spüren es deutlicher. Ein typisches 4-Sterne-Hotel wie The Hoxton an der Herengracht kostet im Juli 280–350 € pro Nacht. Das entspricht 56–70 € Steuer pro Nacht.

Luxusreisende

Im Pulitzer Amsterdam (Zimmer ab 550 € in der Hochsaison) würde die Steuer 110 € pro Nacht betragen. Das ist mehr als ein Hin- und Rückfahrtticket mit dem Zug nach Brussels (25–35 €, 2 Stunden mit NS International).

Wenn Sie ohnehin 600 € oder mehr pro Nacht ausgeben, stört es Sie vielleicht nicht. Aber das Signal ist deutlich.

Clevere Wege, die vollen 20% zu vermeiden

Sie müssen Ihre Reise nicht absagen. Sie brauchen nur eine Strategie.

1. Außerhalb des Stadtzentrums übernachten

Schauen Sie sich an:
Haarlem — 15 Minuten mit dem Zug, 5,80 € pro Strecke
Utrecht — 27 Minuten, 9,40 € pro Strecke
Zaandam — 12 Minuten, 3,40 € pro Strecke

Ein Hotel in Haarlem kostet im Sommer durchschnittlich 160 € pro Nacht gegenüber 250 €+ im Zentrum von Amsterdam.

Vergleich:

– Amsterdam Hotel: 250 € + 50 € Steuer = 300 €/Nacht
– Haarlem Hotel: 160 € + ~10 € lokale Steuer = ~170 €/Nacht

Selbst mit 11,60 € täglichen Zugkosten sparen Sie rund 100 € pro Nacht.

2. Vor Inkrafttreten der Erhöhung buchen

Wenn die 20%-Regel Ende 2026 eingeführt wird, könnten Buchungen unter den aktuellen Steuerregeln noch zum alten Satz gelten. Prüfen Sie immer die Stornierungsbedingungen auf Booking.com oder direkt beim Hotel.

Flexibler Tarif vs. nicht erstattungsfähig:
– Flexibel: 270 €/Nacht
– Nicht erstattungsfähig: 245 €/Nacht

Wenn Steueränderungen bevorstehen, kann Flexibilität mehr sparen als 25 €.

3. Aparthotels statt Airbnb wählen

Airbnb-Angebote unterliegen strengen lokalen Vorschriften und demselben Steuersatz.

Schauen Sie stattdessen nach:
Stayokay (Privatzimmer ab 120 €)
Zoku Amsterdam (Loft-Style ab 180 €)
Cityden Aparthotels (ab 150 €)

Diese bieten oft Küchenzeilen, wodurch Sie 15–25 € pro Mahlzeit im Vergleich zum Essen im Restaurant sparen.

Lohnt sich Amsterdam im Sommer 2026 noch?

Kurz gesagt: ja — aber mit Bedacht.

Juni bis August bedeutet:
– 16+ Stunden Tageslicht
– Durchschnittstemperaturen von 20–24°C
– Open-Air-Festivals wie das Holland Festival (Juni)
– Volle Grachtenboote zwischen 11 und 17 Uhr

Überspringen Sie die 25 € teuren Grachtenfahrten tagsüber. Mieten Sie stattdessen ein kleines Elektroboot bei Boatnow.com für 89 €/Stunde (für 6 Personen). Das sind 15 € pro Person statt 25 € bei einer Gruppentour.

Oder radeln Sie zum Amsterdamse Bos (30 Minuten vom Centraal Station), statt sich durch die Menschenmengen im Rijksmuseum zu kämpfen. Fahrradverleih kostet durchschnittlich 12–18 € pro Tag bei MacBike.

Im Vergleich zu anderen europäischen Hauptstädten:

– Amsterdam Hotel (Mittelklasse): 250 € + 50 € Steuer
– Barcelona: 220 € + 7 € City Tax
– Berlin: 180 € + 5% Steuer (~9 €)

Amsterdam ist unbestreitbar teurer — aber auch sauberer, kompakter und einfacher ohne Taxi zu erkunden (Taxi vom Schiphol ins Centrum: 45–60 €, Zug: 5,90 €, 15 Minuten).

Technik nicht vergessen: Online bleiben ohne zu viel zu zahlen

Wenn Sie bereits 50 € pro Nacht an Hotelsteuer zahlen, verschwenden Sie nicht 15 € pro Tag für Roaming.

Eine Niederlande-eSIM von Airalo oder Holafly kostet etwa:
– 4,50 € für 1 GB (7 Tage)
– 19 € für unbegrenzte Daten (5 Tage)

Zum Vergleich US-Anbieter:
– T-Mobile: inklusive, aber gedrosselt nach 5 GB
– AT&T: 12 $/Tag International Day Pass

Wir haben die echten Zahlen in unserem Leitfaden zu Roaming vs. eSIM-Kosten 2026 aufgeschlüsselt. Für die meisten Kurzreisen ist eSIM 40–70% günstiger.

Amsterdam gehört zu Europas digitalfreundlichsten Städten — kontaktlose Straßenbahnen, QR-Code-Menüs und App-basierte Fahrradverleihe. Zuverlässige Daten sind kein Luxus.

Fazit: Eine teure Stadt wird teurer — bleibt aber einzigartig

Die geplante 20%-Tourismussteuer wird Besucher nicht fernhalten. Sie wird kluge Reisende dazu bringen, besser zu planen.

Übernachten Sie 10–20 Minuten außerhalb des Zentrums. Buchen Sie frühzeitig. Meiden Sie Touristenfallen bei Grachtenfahrten. Nutzen Sie Züge statt Taxis. Und kalkulieren Sie realistisch — ein komfortabler 3-Nächte-Sommeraufenthalt für zwei kostet inzwischen leicht 1.200–1.800 € inklusive Unterkunft, Essen und Aktivitäten.

Die Grachten im goldenen Abendlicht, Radfahren entlang der Prinsengracht, späte Sonnenuntergänge über dem IJ — das alles hat sich nicht verändert.

Aber Ihre Hotelrechnung wahrscheinlich schon.

Wenn Sie diesen Sommer nach Amsterdam reisen, prüfen Sie jetzt die Preise, bevor die Steuererhöhung greift. Gute Planung schlägt jeden Preisschock.

Häufig gestellte Fragen

Wann tritt Amsterdams 20%-Tourismussteuer in Kraft?

Der Vorschlag soll Ende 2026 finalisiert werden und könnte Buchungen für 2027 betreffen. Prüfen Sie stets die Steuerregelung Ihres Hotels vor der Reservierung.

Wie hoch ist die Hotelsteuer in Amsterdam 2026?

Derzeit zahlen Besucher 12,5% des Zimmerpreises plus 3 € pro Person und Nacht. Ein Zimmer für 250 € für zwei Personen enthält typischerweise etwa 37 € Steuer pro Nacht.

Ist es günstiger, außerhalb von Amsterdam zu übernachten?

Ja. Städte wie Haarlem (15 Minuten mit dem Zug, 5,80 €) bieten Zimmer für etwa 150–170 € pro Nacht und sparen oft 80–120 € pro Nacht selbst inklusive Zugkosten.

Amsterdam Proposes Tourism Tax Hike to 20%
Amsterdam Proposes Tourism Tax Hike to 20%

Gilt die 20%-Steuer auch für Airbnb?

Ja. Kurzzeitvermietungen und Hotels unterliegen gleichermaßen den Tourismussteuer-Regelungen von Amsterdam.

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Über den Autor: redactor

Reisejournalist und Gründer von Discover Travel (distratech.com) — einem Blog über Reisen, Essen & Trinken und Technologie. Mit über 250 Artikeln über Europa, Amerika, Asien und Afrika helfe ich Reisenden, alternative Reiseziele, versteckte Perlen und budgetfreundliche Tipps zu entdecken — gestützt auf echte Erfahrung und Daten. Ob das beste Street Food in Bangkok, Osterfeiern quer durch Europa oder malerische Zugstrecken — ich schreibe, um zu smarterem und authentischerem Reisen zu inspirieren.