Der Donauradweg von Passau nach Wien ist nach europäischen Maßstäben anfängerfreundlich: meist flach, durchgehend gut ausgeschildert und gespickt mit Gasthöfen am Fluss. Der Haken ist die Distanz – rund 327 km –, deshalb funktioniert ein Sechs-Tage-Plan am besten, wenn du ein zuverlässiges Rad mietest, dein Gepäck transportieren lässt und die letzten 80 km als flexible Etappe und nicht als Charaktertest betrachtest.
Key Takeaways
- Plane sechs Radtage für ungefähr 327 km ein, mit im Schnitt 40–60 km pro Tag, außer bei der 80-km-Schlussetappe Krems–Wien.
- Ein Tourenrad kostet typischerweise €95–€140 pro Tour, E-Bikes etwa €195–€260, Stand September 2026.
- Rechne mit €15–€20 pro Gepäckstück und Radtstag für Gepäcktransfers, oder buche ein Paket, in dem sie enthalten sind.
- September ist die beste Zeit: ungefähr 12–22°C, weniger Sommerandrang und die Wachauer Weinlese.
- Ersttäter sollten flussabwärts von Passau nach Wien fahren und die Bahnabkürzung Krems–Tulln nutzen, wenn die letzte Etappe zu lang wirkt.
Key Numbers at a Glance
| Reisedetail | Empfohlener Wert | Warum das wichtig ist |
|---|---|---|
| Gesamte Fahrraddistanz | Etwa 327 km | Je nach Uferwahl kann sich die Strecke um 5–15 km ändern |
| Radtage | 6 | Vier Tage wirken gehetzt; sieben Tage sind wirklich entspannt |
| Tägliche Fahrzeit | 3–6 Stunden | Basierend auf 15–18 km/h inklusive kurzer Pausen |
| Gesamter Anstieg | Etwa 700–1.000 Meter | Die meisten einzelnen Anstiege sind kurz |
| Fahrradmiete | €95–€260 | Tourenrad gegenüber E-Bike, Tarife von September 2026 |
| Gepäcktransfers | €75–€120 pro Tasche | Fünf Hotel-zu-Hotel-Transfers über sechs Radtage |
| Empfohlenes Tagesbudget | €145–€220 pro Person | Bei Doppelzimmern, ohne Flüge |
| Beste Monate | Mai, Juni und September | September ist wärmer als Oktober, aber ruhiger als August |
Die in diesem Guide genannten Preise sind typische veröffentlichte oder direkt buchbare Tarife, geprüft im September 2026. Hotel-, Bahn- und Paketpreise variieren je nach Datum, Nachfrage und Stornobedingungen.
Schritt 1: Entscheide, ob sechs Tage für dich passen
Sechs Tage sind der praktische Mittelweg zwischen einer sportlichen Vier-Tage-Tour und einem entspannten sieben- oder achttägigen Urlaub. Du hast genug Zeit für das Stift Melk, Linz und Weinpausen in der Wachau, aber Tag 6 ist lang, wenn du nicht die Bahnabkürzung nutzt.
Ein mäßig trainierter Anfänger auf einem Tourenrad sollte mit einer durchschnittlichen Fahrgeschwindigkeit von 15–18 km/h rechnen. Mit einem E-Bike steigt das meist auf 19–22 km/h, wobei Cafépausen, Fähren und Fotos wichtiger sind als reine Geschwindigkeit.
| Format | Tagesdurchschnitt | Am besten für | Kompromiss |
|---|---|---|---|
| 4 Radtage | 80–85 km | Fitte Rennradfahrer | Kaum Zeit für Sightseeing |
| 6 Radtage | 54–55 km | Aktive Ersttäter | Ein letzter Tag mit 80 km |
| 7 Radtage | 46–47 km | Familien und Genussradler | Eine zusätzliche Hotelnacht |
| 8 Radtage | 40–41 km | Langsames Reisen und Weingut-Besuche | Höhere Unterkunftskosten |
Ein klares Entscheidungsmodell
- Wähle ein normales Tourenrad, wenn du zu Hause bequem 50 km fahren kannst, Lade-Logistik nicht magst und den niedrigsten Preis willst.
- Wähle ein E-Bike, wenn das deine erste Mehrtagesfahrt ist, du als Paar mit unterschiedlichem Fitnessniveau reist oder die volle 80-km-Schlussetappe schaffen möchtest.
- Wähle ein All-inclusive-Radpaket, wenn dir eine Buchung, Notfallhilfe und garantierte Gepäckabholung wichtig sind.
- Wähle Einzelbuchungen, wenn du bestimmte Hotels willst, in Weingütern übernachten möchtest oder sechs Unterkünfte selbst koordinieren kannst.
- Wähle lieber sieben Tage, wenn schon 60 km ambitioniert klingen; sechs Tage sind anfängertauglich, aber nicht völlig mühelos.
Mein Fazit: Miete ein E-Bike, wenn deine Vorbereitung aus gelegentlichen Wochenendtouren besteht. Der übliche Aufpreis von €100–€130 ist günstiger als eine Notfall-Hotelnacht oder als den Wachau-Abschnitt damit zu verbringen, dass der Akkustand – und die Geduld deines Partners – sinkt.
Schritt 2: Buche Fahrrad und Gepäcktransport
Eine Einwegmiete ist für die erste Tour deutlich besser als das eigene Rad mitzunehmen. Ein verpacktes Fahrrad kann im Flugzeug pro Strecke €50–€100 kosten, und viele Züge verlangen eine Fahrradreservierung und bieten nur wenige Plätze.
Zu den etablierten Anbietern gehören Donau Touristik, Eurobike und OÖ Touristik. Ihre Passau–Wien-Pakete enthalten in der Regel Unterkunft, Frühstück, Gepäcktransfer, Kartenmaterial und eine Service-Hotline.
| Option | Tourenrad | E-Bike | Gepäckhandling | Preisbasis September 2026 |
|---|---|---|---|---|
| Donau Touristik Miete/Extra | Ab etwa €99 | Ab etwa €209 | In den meisten Hotelpaketen enthalten | Pro Tour; abhängig von Modell und Paket |
| Eurobike Miete/Extra | Ab etwa €99 | Ab etwa €239 | In organisierten Touren enthalten | Pro Person; abhängig von Verfügbarkeit |
| Unabhängige lokale Miete | €18–€28 pro Tag | €35–€50 pro Tag | Meist nicht enthalten | Sechs Tage können €108–€300 kosten |
| Eigenes Fahrrad mitbringen | €0 Mietkosten | €0 Mietkosten | Nicht enthalten | Flug- und Bahngebühren summieren sich oft auf €100+ |
Stell vor der Bezahlung drei Fragen: Ist die Abgabe in Wien enthalten? Kommt das E-Bike mit Zweitakku oder Ladegerät? Ist Pannenhilfe außerhalb der Bürozeiten inklusive?
Die meisten Mietflotten nutzen aufrechte Hybridräder mit 21–27 Gängen, einer Satteltasche hinten, Schloss und Reparaturset. Ein Helm kann zusätzlich €10–€25 pro Tour kosten, und in Österreich besteht für Erwachsene keine Helmpflicht – trotzdem ist es ein schlechter Tausch, dafür €15 zu sparen.
So funktioniert der Gepäcktransfer
Du gibst einen beschrifteten Koffer meist bis 09:00 an der Hotelrezeption ab. Der Fahrer liefert ihn gegen 15:00–17:30 zum nächsten Haus, also packe Regenzeug, Medikamente, Wertsachen und ein Ladekabel in deine Satteltasche.
Einzelne Transfers kosten in der Regel €15–€20 pro Tasche und Etappe, oft mit einem Limit von 20 kg. Fünf Transfers kosten also ungefähr €75–€100; ein organisiertes Paket rechnet diesen Betrag meist in den Gesamtpreis ein.
Vermeide mehrere kleine Rollkoffer. Nutze pro Person einen weichen Koffer, weil Anbieter oft nach Stück statt nach Gesamtgewicht abrechnen: Zwei 10-kg-Taschen können pro Etappe €30 kosten statt €15 für eine 20-kg-Tasche.
Schritt 3: Reise nach Passau und bereite den Abend vorher alles vor
Passau liegt in Deutschland, nahe der österreichischen Grenze. Die einfachsten Ausgangspunkte sind München und Wien, beide mit Direktverbindungen oder Verbindungen mit einmaligem Umstieg.
| Reise | Typische Dauer | Frühbucherpreis, September 2026 | Anbieter |
|---|---|---|---|
| München Flughafen–Passau | 2 Std. 20 Min.–3 Std. | Ab €27.99 | DB Regional-/ICE-Kombinationen |
| München Hbf–Passau | Etwa 2 Std. 10 Min. | Ab €19.99 | Deutsche Bahn |
| Wien Hbf–Passau | Etwa 2 Std. 20 Min. | Ab €19.90 | ÖBB |
| Wien Flughafen–Passau | 2 Std. 50 Min.–3 Std. 30 Min. | Ab €24.90 | ÖBB, meist mit einmaligem Umstieg |
Ein Taxi vom Flughafen München nach Passau dauert ungefähr zwei Stunden, kann aber über €300 kosten, im Vergleich zu rund €28 mit der Bahn. Wenn nicht vier Radfahrer gemeinsam einen vorab gebuchten Van nutzen, nimm den Zug.
Komm eine Nacht vor dem Start an. Ein später Flug, gefolgt von Fahrrad-Setup und 42 km im Sattel, ist der Weg, wie Anfänger Knieschmerzen kennenlernen, bevor sie Österreich erreichen.
Hotel Residenz Passau direkt am Fluss ist meine praktische Wahl, mit etwa €125–€175 für ein Doppelzimmer inklusive Frühstück. Du bist damit rund 20 Gehminuten vom Passau Hauptbahnhof entfernt, aber nah an der Altstadt und dem Weg am nächsten Morgen.
Hol das Fahrrad möglichst spätestens um 16:00 ab; viele Verleihe schließen zwischen 17:00 und 18:00 Uhr. Prüfe beide Bremsen, Sattelhöhe, Licht, Akkuschlüssel und Gepäckträgerclips, bevor das Personal verschwindet.
Schritt 4: Fahre diese Sechs-Tage-Route von Passau nach Wien
Die Route folgt dem deutschen und österreichischen Donauradweg, in Oberösterreich auch als EuroVelo 6 und R1 ausgeschildert. Sie ist meist asphaltiert oder fest gekiest und größtenteils autofrei, aber Baustellen am Fluss und Hochwassersperren können kurze Umleitungen erzwingen.
| Tag | Etappe | Distanz | Fahrzeit | Schwierigkeit |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Passau–Schlögen | 42 km | 2.5–3.5 Std. | Einfach |
| 2 | Schlögen–Linz | 54 km | 3.5–4.5 Std. | Einfach |
| 3 | Linz–Grein | 60 km | 4–5 Std. | Mittel |
| 4 | Grein–Melk | 51 km | 3.5–4.5 Std. | Einfach–mittel |
| 5 | Melk–Krems | 40 km | 3–5 Std. mit Pausen | Einfach |
| 6 | Krems–Wien | 80 km | 5–6.5 Std. | Lang, aber flach |
Tag 1: Passau nach Schlögen — 42 km
Verlasse Passau gegen 09:00 und folge der Donau ostwärts vorbei am Zusammenfluss von Inn, Ilz und Donau. Die erste Etappe ist die ideale Generalprobe: fast flach, leicht zu navigieren und ungefähr drei Stunden reines Pedalieren.
Die kleine Fähre bei Schlögen kann je nach gewähltem Ufer und Unterkunft nötig sein. Saisonale Überfahrten kosten meist etwa €3–€5 inklusive Fahrrad und verkehren normalerweise bei Tageslicht von April bis Oktober, aber Hochwasser und schlechtes Wetter können den Betrieb unterbrechen.
Übernachte im Riverresort Donauschlinge, wo Doppelzimmer im September häufig €170–€230 inklusive Frühstück und Spa-Zugang kosten. Das sind etwa €50–€80 mehr als in einer einfachen Pension, aber das Pool am Fluss lohnt sich nach dem ersten Tag.
Gehe nur dann zum Aussichtspunkt Schlögener Blick, wenn sich deine Beine noch gut anfühlen: Der Rückweg dauert 60–90 Minuten. Fahr nicht in Radschuhen dorthin; der Waldweg kann nach Regen rutschig sein.

Tag 2: Schlögen nach Linz — 54 km
Die Donauschlinge macht Platz für bewaldete Ufer, kleine Fähren und ruhige landwirtschaftliche Abschnitte. Starte bis 08:30, weil sich die schattigen Ufer im September morgens eher wie 10°C als wie die 20°C am Nachmittag anfühlen können.
Nimm für eine ruhigere Fahrt die Südseite Richtung Aschach und Wilhering. Das Nordufer ist manchmal etwas kürzer, aber 3–5 km Ersparnis sind es nicht wert, dafür Klosterblicke gegen belebtere Straßenabschnitte einzutauschen.
In Linz lohnt sich das Ars Electronica Center, wenn du vor dem späten Nachmittag ankommst. Die regulären Öffnungszeiten sind Dienstag bis Sonntag, 10:00–17:00, und der Eintritt für Erwachsene liegt bei rund €13; montags ist oft geschlossen.
Übernachte im Austria Classic Hotel Wolfinger am Hauptplatz, mit Doppelzimmern um €125–€170. Iss lieber bei Stadtliebe, statt dich mit dem sichtbarsten Touristenmenü am Platz zufriedenzugeben; rechne mit €16–€24 für ein Hauptgericht und €4.50–€5.50 für Bier.
Tag 3: Linz nach Grein — 60 km
Das ist der erste längere Tag, auch wenn das Gelände weiterhin freundlich bleibt. Verlasse Linz vor 09:00 und fahre vorbei an Steyregg, Mauthausen und der fruchtbaren Machland-Ebene.
Die Gedenkstätte Mauthausen ist ein ernsthafter dreistündiger Stopp, keine kurze Attraktion. Der Eintritt ist frei, und die Anlage ist von März bis Oktober meist täglich von 09:00–17:30 geöffnet; wenn du sie wirklich besuchst, erreichst du Grein eher nach 17:00.
Uferwechsel können diese Etappe um etwa 5 km verändern. Folge den offiziellen R1-Umleitungsschildern statt einer blind geplanten Komoot-Route, besonders dort, wo Hochwasserschutz- und Bauprojekte den Damm vorübergehend sperren.
Hotel-Gasthof Zur Traube ist eine solide zentrale Wahl mit ungefähr €95–€135 für ein Doppelzimmer. Bestell im Restaurant den lokalen Fisch oder ein Schnitzel für etwa €18–€25, statt weiterzufahren, nur um ein trendigeres Abendessen zu finden.
Tag 4: Grein nach Melk — 51 km
Die Route führt in den Strudengau, historisch eine der schwierigsten Donaustrecken für die Schifffahrt. Heute ist das Radfahren unkompliziert, aber es gibt mehr Wellen als auf der Linzer Ebene.
Mach in Ybbs eine Kaffeepause und fahre dann weiter nach Melk unterhalb des riesigen Barockstifts. Ein Café-Mittagessen kostet etwa €12–€16, verglichen mit €25–€35 für ein komplettes Restaurantessen am Fluss, das den Tag um 90 Minuten verlängern kann.
Übernachte im Hotel Restaurant zur Post, wo Doppelzimmer mit Frühstück meist €125–€175 kosten. Der sichere Fahrradraum und die zentrale Lage sind wichtiger als ein entferntes Wellnesshotel mit minimal besserem Flussblick.
Wenn du bis 15:30 ankommst, besuche am Nachmittag das Stift Melk. Im September sind die Öffnungszeiten meist etwa 09:00–17:30, mit früherem Einlassschluss; der Eintritt für Erwachsene liegt je nach Tourformat bei rund €17.50–€19.
Tag 5: Melk nach Krems durch die Wachau — 40 km
Das ist die kürzeste Etappe und diejenige, die du absichtlich langsam angehen solltest. Der September bringt Lese, warme Nachmittage und weniger Schifffahrts-Touristen als der Juli – vielleicht der beste Monat des Jahres für die Wachau.
Fahre am Nordufer durch Spitz, Weißenkirchen und Dürnstein. Das Südufer ist ruhiger, aber auf der Nordseite liegen die schönsten Dörfer, Heurigen und Weinberg-Blicke der Region.
Plane fünf Stunden für eine Strecke ein, für die du kaum drei Stunden tatsächlich trittst. Eine Radfähre zwischen den Ufern kostet normalerweise €3–€5, während ein planmäßiges Donauschiff mit Fahrrad €20 oder mehr kosten kann und in der Nebensaison seltener fährt.
Such dir zum Mittag einen Heuriger mit Föhrenzweig oder „Ausg’steckt“-Schild. Eine kalte Platte und ein Viertel Grüner Veltliner kosten ungefähr €15–€22; schau in den regionalen Heurigenkalender, weil familiengeführte Lokale ihre Öffnungswochen rotieren.
Übernachte im Hotel Unter den Linden in Krems, meist €120–€165 für ein Doppelzimmer. Vermeide ein schweres Mehr-Gänge-Abendessen: Tag 6 ist doppelt so lang wie Tag 5.
Tag 6: Krems nach Wien — 80 km, oder 38–55 km mit Bahnabkürzung
Die volle Strecke führt an der Donau entlang vorbei an Traismauer, Tulln und Klosterneuburg nach Wien. Sie ist flach, aber exponiert, und ein Gegenwind von 20 km/h kann fünf Stunden Fahrt in sieben verwandeln.
Für die ganze Route solltest du bis 08:00 losfahren und versuchen, Tulln – etwa 40–43 km – bis zum Mittag zu erreichen. Cafépausen nach Tulln sind weniger malerisch, also spare dir deine Zeit am Anfang.
Die vernünftige Anfänger-Alternative ist ein Regionalzug von Krems nach Tulln, der etwa 40–50 Minuten dauert und rund €12–€18 plus Fahrradticket kostet. Fahre die letzten 38–40 km von Tulln nach Wien und behalte die schöne Ankunft am Fluss, ohne 80 km abzureißen.

Eine zweite Möglichkeit ist, von Krems nach Traismauer oder Tulln zu radeln und dann mit dem Zug nach Wien zu fahren. Prüfe Fahrradsymbole und Kapazität in der ÖBB-App; Regionalzüge nehmen Fahrräder mit, wenn Platz vorhanden ist, während Fernverkehrszüge oft Reservierungen verlangen.
Beende die Tour rund um Prater oder Donaukanal, je nach Rückgabeort deines Rads. Das Motel One Wien-Prater ist praktisch für den Flussradweg, die U-Bahn und viele Radstationen, mit Doppelzimmern im September meist um €115–€165.
Schritt 5: Navigieren, laden und verbunden bleiben
Nutze offizielle Wegweiser als primäre Navigation und eine Offline-App als Backup. Komoot ist besser für Abbiegehinweise und Oberflächendetails, während Organic Maps kostenlos ist und sich hervorragend für Offline-Hotels, Supermärkte und Bahnhöfe eignet.
Lade die Route vor dem Verlassen des WLANs herunter. Eine dauerhafte Bildschirmnavigation kann in fünf Stunden 30–50% des Akkus eines modernen Smartphones verbrauchen, verglichen mit etwa 10–20%, wenn der Bildschirm aus bleibt und Sprachansagen aktiviert sind.
- Installiere ÖBB für österreichische Züge, Bahnsteige und Fahrradverfügbarkeit.
- Installiere DB Navigator für die Anreise nach Passau und Störungen im deutschen Bahnverkehr.
- Nutze Komoot für die geplante Strecke, aber folge immer den physischen Sperrschildern.
- Nutze Windy oder Windfinder, um Gegenwind vor der 80-km-Schlussetappe zu prüfen.
- Nimm eine Powerbank mit 10.000 mAh mit; sie liefert meist etwa zwei vollständige Handyladungen.
- Speichere Hotelnummern und Gepäckanhänger als Offline-Screenshots.
Deutschland und Österreich sind beide durch EU-Roaming für qualifizierte europäische Tarife abgedeckt. Reisende von außerhalb Europas können eine eSIM nutzen, sollten aber den Preis genau vergleichen: Ein regionales 5–10-GB-Paket kostet meist €12–€25, während Hotel-WLAN plus Offline-Karten nichts kostet.
Schalte zu Hause Licht oder Steckdosen mit einer Zeitschaltuhr statt alles dauerhaft eingeschaltet zu lassen. Der Distratech-Guide zum Steuern von Smart-Home-Geräten auf Reisen erklärt die Vor- und Nachteile bei Komfort und Sicherheit, wobei Fernzugriff immer Mehrfaktor-Authentifizierung nutzen sollte.
Wo der September hilft – und wo nicht
Der September ist auf dieser Route pures Gold in der Nebensaison. Typische Tageshöchstwerte liegen bei etwa 18–22°C, gegenüber 25–30°C in heißen Juli-Phasen, während morgendliche Tiefstwerte von 9–13°C eine leichte Jacke nötig machen.
Die Unterkunft ist in kleineren Donaustädten oft 10–20% günstiger als in der Hochsaison, aber Wien kann die Ausnahme sein, weil Konferenzen und Stadtveranstaltungen die Herbstpreise über August-Wochenenden treiben. Buche zuerst Wien und plane dann die Nächte entlang der Strecke rückwärts.
Früher September bietet längeres Tageslicht und einen zuverlässigeren Fährplan. Später September bringt ruhigere Wege und die aktive Weinlese, aber der Sonnenuntergang rückt näher an 18:45–19:00, und saisonale Fähren können ihre Betriebszeiten verkürzen.
Packe eher für Regen als für Kälte. Eine atmungsaktive Jacke und wasserdichte Schuhüberzieher kosten zusammen weniger und nehmen weniger Platz ein als schwere Regenhosen, auch wenn September-Schauer trotzdem einen kompletten nassen Tag bringen können.
Beispielbudget für eine 6-Tage-Tour
Dieses Budget geht von zwei Reisenden aus, die sich Doppelzimmer teilen, von einer Übernachtung vor dem Start in Passau und von sechs Übernachtungen auf den Etappen inklusive Wien sowie Frühstück in den meisten Hotels. Flüge und die Nacht nach dem Zieleinlauf in Wien sind nicht enthalten, falls du verlängerst.
| Ausgabe | Pro Person, Tourenrad | Pro Person, E-Bike |
|---|---|---|
| Sieben Hotelnächte im Doppelzimmer | €525 | €525 |
| Fahrradmiete | €110 | €225 |
| Fünf Gepäcktransfers | €90 | €90 |
| Mittagessen, Abendessen und Getränke | €270 | €270 |
| Fähren und Nahverkehr | €25 | €25 |
| Sehenswürdigkeiten | €40 | €40 |
| Zug nach Passau | €25 | €25 |
| Reserve | €75 | €75 |
| Geschätzte Gesamtsumme | €1,160 | €1,275 |
Ein vergleichbares organisiertes Paket beginnt im Allgemeinen bei etwa €850–€1.200 pro Person, vor Abendessen und Anreise nach Passau. Individuelle Buchungen können €100–€250 sparen, aber nur, wenn du früh Zimmer sicherst und teure Stornotarife für nur eine Nacht vermeidest.
Nimm nicht ein ungünstiges Hotel 5 km bergauf, nur um €20 zu sparen. Über sechs Nächte ist eine bequeme Unterkunft am Fluss mehr wert als ein teures Abendessen in Wien – und kann eine zusätzliche Taxifahrt für €20–€35 ersparen.
Häufige Fehler von Ersttätern
- Den letzten Tag unterschätzen. Krems–Wien ist fast doppelt so lang wie die Wachau-Etappe; entscheide vor dem Frühstück, ob du 80 km fährst oder die Bahn nimmst.
- Die Satteltasche überpacken. Trag 3–5 kg, nicht einen Tagesrucksack mit 10 kg; Gepäcktransfer ist dafür da, Schultern und Hände zu entlasten.
- GPS über Sperrschilder stellen. Hochwasserschutz und Bauarbeiten ändern Routen schneller, als Karten aktualisiert werden.
- Mit zu niedrigem Sattel starten. Ein Sattel, der mehrere Zentimeter zu tief ist, fühlt sich zehn Minuten lang sicher an, kann aber nach 40 km Knieschmerzen verursachen.
- Annehmen, dass jede Fähre den ganzen Tag fährt. Manche machen Mittagspause, hören vor Einbruch der Dunkelheit auf oder setzen bei Hochwasser aus.
- Restaurants zu spät buchen. Dorfküchen können schon um 20:00–21:00 schließen, früher als urbane Reisende erwarten.
- In der Wachau zu viel trinken. Die allgemeine österreichische Alkoholgrenze für Radfahrer ist kein Urlaubsziel; probiere maßvoll und beende die Fahrt vor einer ernsthaften Weinsession.
- Geld vergessen. Nimm €30–€50 mit, weil kleine Fähren, Wirtshäuser und Hofläden vielleicht keine Karten akzeptieren.
Der teuerste Fehler ist, „flach“ mit „mühelos“ zu verwechseln. Sechs Tage im Sattel führen selbst bei wenig Höhenmetern zu Beschwerden an Händen, Nacken und Sitzknochen; eine 30–40-km-Trainingsfahrt jedes Wochenende über einen Monat bringt mehr als teure Radkleidung.
Das Fazit: Flussabwärts fahren, Gepäck schicken, Tag 6 flexibel halten
Für die erste Donau-Tour ist die Siegerformel einfach: einen Tag früher in Passau ankommen, ein E-Bike oder gut passendes Hybridrad mieten, den Koffer vorschicken und die Hotels am Fluss rechtzeitig buchen, bevor die September-Lese die Verfügbarkeit verknappt.
Verzichte nicht auf die Wachau, nur um zu beweisen, dass du jeden Kilometer schaffen kannst. Fahr langsam durch die Weinberge, prüfe in Krems den Wind und nutze bei Bedarf die Bahnabkürzung über Tulln – die beste Version dieser Reise endet mit Energie für Wien, nicht mit Streit mit dem Fahrrad.
Speichere diese Route, fordere bei mindestens zwei Anbietern Fahrrad- und Gepäckangebote an und buche zuerst das Hotel in Wien. Sobald diese drei Dinge stehen, erledigt die Donau den Großteil der Routenplanung für dich.
Frequently Asked Questions
Wie viele Tage braucht man, um von Passau nach Wien zu radeln?
Sechs Radtage decken die etwa 327 km lange Strecke mit gut machbaren 40–60 km an den meisten Tagen plus einer 80-km-Schlussetappe ab. Sieben Tage sind für sehr gemütliche Fahrer besser, weil der Tagesdurchschnitt von etwa 55 km auf 47 km sinkt.
Wie viel kostet es, die Donau von Passau nach Wien zu radeln?
Plane ungefähr €1,160 pro Person mit Tourenrad oder €1,275 mit E-Bike ein, basierend auf zwei Personen im Doppelzimmer im September 2026. Organisierte Pakete beginnen typischerweise bei etwa €850–€1,200 vor Abendessen und Anreise nach Passau.
Ist der Donauradweg von Passau nach Wien für Anfänger geeignet?
Ja, sofern du 40–60 km pro Tag fahren und Gepäcktransfers nutzen kannst. Die Route ist meist flach und gut ausgeschildert, aber die volle Etappe Krems–Wien ist 80 km lang, deshalb sollten Anfänger überlegen, mit dem Zug nach Tulln zu fahren und die letzten 38–40 km zu radeln.
Wann ist der beste Monat für die Tour von Passau nach Wien?
September bietet mit 18–22°C am Nachmittag, weniger Andrang und der Wachauer Weinlese das beste Gesamtpaket. Der frühe September hat längeres Tageslicht und verlässlichere Fährzeiten als die letzte Woche des Monats.
Sollte ich für den Donauradweg ein E-Bike mieten?
Miete ein E-Bike, wenn du nicht mehrere 50-km-Trainingsfahrten geschafft hast oder den vollen 80-km-Schlusstag fahren möchtest. Rechne mit etwa €195–€260 pro Tour, also rund €100–€130 mehr als für ein normales Tourenrad.





