100 Jahre Route 66: Mach den ultimativen Roadtrip auf Amerikas „Mother Road“
Ich bin die Route 66 von Anfang bis Ende gefahren — 2.448 Meilen von Chicago nach Santa Monica — und ich sage dir eins: Es geht nicht um Geschwindigkeit. Es geht um Neonlichter in der Dämmerung, 9‑Dollar‑Kuchenstücke in Chrom-Diners und Umwege, die 30 Minuten kosten, dir aber Geschichten fürs Leben schenken.
2026 wird die Route 66 100 Jahre alt. Wenn es je einen Zeitpunkt gab, Amerikas legendärste Fernstraße zu fahren, dann ist es jetzt.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Die Route 66 ist 2.448 Meilen lang und führt durch 8 Bundesstaaten von Illinois bis California.
- Plane 14–21 Tage für die komplette Strecke ein; Budget: 2.500–4.000 $ pro Person.
- Rechne mit Benzinkosten von insgesamt 400–600 $, je nach Fahrzeug und Preisen.
- Beste Reisezeit: Ende April–Anfang Juni oder September–Oktober.
- Verlass dich nicht nur auf Google Maps — lade vorab Offline-Karten herunter.
Die Route im Überblick: 8 Bundesstaaten, unzählige Geschichten
Die Route 66 führt durch Illinois, Missouri, Kansas, Oklahoma, Texas, New Mexico, Arizona und California. Zwar wurde die ursprüngliche Straße 1985 offiziell stillgelegt, doch der Großteil ist noch immer befahrbar — wenn man weiß, wo man suchen muss.
Plane mindestens zwei Wochen ein. Drei sind besser. Wenn du wirklich etwas erleben statt nur Schilder abhaken willst, solltest du mit 150–200 Meilen pro Tag rechnen.
Lade dir vor der Abreise ein paar der besten Reise-Apps für 2026 herunter — besonders solche mit Offline-Karten. In großen Teilen von Arizona und New Mexico ist der Empfang lückenhaft, und sich dort zu verfahren ist ungefähr fünf Minuten lang charmant.
Chicago, Illinois: Hier beginnt alles
Starte am offiziellen „Begin Route 66“-Schild in der East Adams Street. Ja, es ist touristisch — aber es auszulassen wäre, als würdest du nach Paris reisen und den Eiffelturm ignorieren.
Frühstücke bei Lou Mitchell’s (geöffnet seit 1923). Für 15–20 $ bekommst du einen ordentlichen Teller mit Eiern, Toast und Kaffee ohne Ende. Bar zahlen geht hier schneller.
Bleib nicht zu lange. Die Magie beginnt, sobald die Wolkenkratzer im Rückspiegel verschwinden.
Missouri bis Oklahoma: Klassisches Americana
In St. Louis lohnt sich ein Fotostopp am Gateway Arch (15 $ für die Fahrt nach oben). Der Blick über den Mississippi ist es wert.
Springfield, Missouri nennt sich „Birthplace of Route 66“. Ob das historisch ganz wasserdicht ist, sei dahingestellt — aber das Route 66 Car Museum (20 $ Eintritt) macht wirklich Spaß.
Oklahoma hat eines der längsten erhaltenen Teilstücke des ursprünglichen Straßenbelags. Verpass nicht Pops in Arcadia — über 700 Limonadensorten und eine leuchtende 66 Fuß hohe Sodaflasche davor.
Lass die überteuerten Souvenir-Megastores links liegen. Die besten Stopps sind noch immer familiengeführte Diners, in denen Kuchen 6 $ kostet und Gespräche gratis sind.
Texas Panhandle: Großer Himmel und noch größere Installationen
Du durchquerst nur etwa 178 Meilen von Texas, aber sie bleiben im Gedächtnis.
Cadillac Ranch nahe Amarillo ist herrlich schräg — zehn Cadillacs, mit der Nase voran im Boden vergraben. Bring deine eigene Sprühfarbe mit (8–12 $ bei Walmart) und hinterlass deine Spur.

Übernachte in Amarillo. Ein solides Motel der Mittelklasse kostet 90–140 $ pro Nacht. The Big Texan Steak Ranch ist unterhaltsam, aber sehr touristisch. Geh wegen des Spektakels hin, nicht wegen kulinarischer Höchstleistungen.
New Mexico: Die Seele des Südwestens
Santa Fe erfordert einen kleinen Umweg von der Hauptroute, aber wenn du es auslässt, wirst du es bereuen. Adobe-Architektur, Wüstenlicht in großer Höhe und einige der besten Green Chile-Gerichte, die du je probieren wirst.
Plane 18–25 $ für ein echtes New-Mexican-Abendessen mit Enchiladas, überzogen mit Chile-Sauce, ein. Auf die Frage „red, green, or Christmas?“ antwortest du am besten mit Christmas (beides).
Die Neonreklamen von Albuquerque leuchten bei Sonnenuntergang besonders schön. Buche ein Motel entlang der Central Avenue für maximale Nostalgie.
Arizona: Wigwams und der Abstecher zum Grand Canyon
Im Wigwam Motel in Holbrook schläfst du in einem Beton-Tipi für etwa 120–180 $ pro Nacht. Kitschig — und absolut eine Nacht wert.
Von Williams aus lohnt sich ein Abstecher zum Grand Canyon (je 1 Stunde pro Strecke). Der Eintritt in den Grand Canyon National Park kostet 35 $ pro Fahrzeug und ist 7 Tage gültig.
Steh bei Sonnenuntergang am Rand. Es wird deinen Kopf auf die beste Art neu sortieren.
California: Die lange Fahrt bis zum Pazifik
Die Durchquerung der Mojave Desert fühlt sich filmreif an. Tanke vor langen Abschnitten — Tankstellen können mehr als 50 Meilen auseinanderliegen.
In Santa Monica endet die Reise am Pier. Es gibt keine dramatische Ziellinie, nur den Pazifik und das Gefühl, das Land Meile für Meile verbunden zu haben.
Parke, geh in den Sand und mach dein Foto. Du hast es dir verdient.
Was kostet ein Route 66 Roadtrip?
Hier ein realistisches Mittelklasse-Budget für zwei Personen über 16–18 Tage:
- Mietwagen: 800–1.200 $ gesamt (Standard-SUV)
- Benzin: 400–600 $
- Unterkunft: 1.500–2.500 $ (Mix aus Motels & kleinen Hotels)
- Essen: 800–1.200 $
- Attraktionen & Parkgebühren: 150–300 $
Pro Person solltest du je nach Komfortanspruch mit etwa 2.500–4.000 $ rechnen.

Du kannst sparen, indem du Motels direkt buchst (Oldschool-Anrufe funktionieren hier noch) und die Hochsaison im Sommer meidest.
Wann ist die beste Zeit für die Route 66?
Ende April bis Anfang Juni ist ideal. Wildblumen blühen in der Wüste, und die Temperaturen liegen zwischen 65–85°F (18–30°C).
Auch September und Oktober sind hervorragend — weniger Andrang, weicheres Licht, kühlere Wüstenluft.
Wenn möglich, vermeide Juli und August. In den Wüsten von Arizona und California steigen die Temperaturen regelmäßig über 100°F (38°C), und eine Autopanne ist bei dieser Hitze alles andere als romantisch.
Praktische Tipps für eine entspannte Fahrt
- Fahre nicht blind der I-40 nach. Sie verläuft parallel zur Route 66, umgeht aber die historischen Ortszentren.
- Lade Offline-Karten herunter. In ländlichen Gegenden bricht das Signal oft ab.
- Buche wichtige Unterkünfte im Voraus. Wigwam Motel und beliebte Neon-Motels sind 2026 schnell ausgebucht.
- Nimm Bargeld mit. Manche kleinen Diners und Läden mögen keine Karten.
- Prüf dein Reserverad. Im Ernst.
Wenn du unterwegs remote arbeitest, nimm einen leichten Laptop und einen mobilen Hotspot mit. Ein preisgünstiges Reisegerät aus unserem Guide zu erschwinglichen 2026 Laptops schafft Planung, Fotosicherungen und Buchungen problemlos, ohne deinen Rucksack unnötig zu beschweren.
Lohnt sich die Route 66 nach 100 Jahren noch?
Absolut — aber nur, wenn du die Langsamkeit annimmst.
Wenn du Effizienz willst, flieg. Wenn du Bedeutung suchst, fahr.
Die Route 66 steht nicht für perfekten Asphalt oder Luxushotels. Sie steht für Jukeboxen, verblassende Wandgemälde, Wüstenhorizonte und die schlichte Freude, unter einem weiten amerikanischen Himmel voranzukommen.
Auch in ihrem 100. Jahr hält die Mother Road, was sie immer versprochen hat: Freiheit — mit einem Stück Kuchen dazu.
Also starte deine Roadtrip-Playlist, füll den Tank und beginne in Chicago. Wir sehen uns irgendwo zwischen einem Neonschild und dem Pazifik.
Häufig gestellte Fragen
Wie lange dauert es, die Route 66 zu fahren?
Technisch kannst du sie in 4–5 langen Tagen schaffen, aber das verfehlt den Sinn der Reise. Plane 14–21 Tage ein, um Städte, Museen, Diners und wichtige Abstecher wie den Grand Canyon zu erkunden.
Wie viel kostet ein Route 66 Roadtrip?
Für zwei Personen über etwa 16–18 Tage solltest du mit 2.500–4.000 $ pro Person rechnen, inklusive Mietwagen, Benzin, Hotels, Essen und Attraktionen. Mit einfachen Motels und weniger kostenpflichtigen Sehenswürdigkeiten geht es auch günstiger.
Welcher Monat ist am besten für die Route 66?
Mai und September sind ideal, mit milden Temperaturen und weniger Andrang. Vermeide die Hochsommermonate (Juli–August), wenn die Temperaturen in der Wüste oft über 100°F (38°C) steigen.
Ist die Route 66 heute komplett befahrbar?
Die ursprüngliche Straße wurde 1985 stillgelegt, aber die meisten Abschnitte sind weiterhin als Historic Route 66 zugänglich. Du musst die Interstate regelmäßig verlassen, um dem ursprünglichen Verlauf zu folgen.

